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Chronik von Rödelheim
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Rödelheim gestern


19. - 20. Jahrhundert:



1806 kommt Rödelheim zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt, die Grafen Solms behalten aber ihre Besitzungen.
1866 wird Rödelheim preußisch.

1808 - 1823:

 

Das 1808 von Hofrat Basse gekaufte Landhaus, welches um 1900 durch
die neue Brentano-Villa ersetzt wurde. Sie fiel im 2. Weltkrieg den Bomben zum Opfer.


Georg von Brentano kaufte ein Landhaus in Rödelheim und legte den damals sehr großen Brentanopark mit großen Baumgruppen, Laubengängen, Blumenbeeten und Gartenhäusern an. Erhalten ist heute noch das Petrihäuschen und das Brentano'sche Gartenhaus.


Das Petrihäuschen damals



Da Georg von Brentano ein geselliges Leben pflegte, hielten sich in dieser Zeit bedeutende Leute wie Goethe, Bettina von Arnim und Clemens von Brentano (Geschwister von Georg), Marianne von Willemer etc. zu Gast bei Brentano auf.

Achim von Arnim, verheiratet seit 1811 mit Bettina Brentano. Herausgeber der Volksliedersammlung "Des Knaben Wunderhorn".


Bettina von Arnim, geb. 4. April 1785 in Frankfurt am Main.
Wilhelm Grimms Sohn Hermann war vermählt mit der jüngsten Tochter Bettinas, Gisela von Arnim.

 

Bedeutende Rödelheimer des 18. und 19. Jahrhunderts waren August Anton Wöhler (Wöhlersches Gut, später Kuhlmannhof), der Vater von dem Entdecker des Aluminiums Friedrich Wöhler. August Anton Wöhler leitete sein Rödelheimer Gut nach neuen wissenschaftlichen Grundsätzen. Viele junge Landwirte kamen deshalb nach Rödelheim um von ihm zu lernen. Das Frankfurter "Wöhler-Realgymnasium" ist nach ihm benannt und die Universität Marburg verlieh ihm die Würde eines Ehrendoktors.


August Anton Wöhler


Frontseite des Wöhlerhauses heute


Kuhlmannhof vor 1973

 

Der Schriftsteller, Übersetzer und Verleger Wolf Heidenheim lebte 33 Jahre in Rödelheim. Er veröffentlichte u. a. eine Ausgabe der fünf Bücher Moses.


Wolf Heidenheim

Nicht unerwähnt bleiben sollte Dr. Gottfried Rückle, geboren in Rödelheim 1883 und auch da 1922 gestorben. Er war ein "Rechenkünstler" - dieses Wort ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für ihn - der in kürzester Zeit die schwierigsten mathematischen Aufgaben löste. Er trat nicht nur auf Varietebühnen auf, sondern war im ersten Weltkrieg im Großen Hauptquartier als Rechner für ballistische Aufgaben bei der Artillerie tätig.

Auch Charlotte Buff war recht oft in Rödelheim, wo sie ihren ältesten Bruder, er war Kammerdirektor bei dem Grafen Solms, besuchte. Die Familie Buff hat eine Grabstätte in Rödelheim.

Grabmal der Familie Hans Buff, Friedhof Westerbachstraße

 

Ab 1800 siedelten sich in Rödelheim wieder mehrere katholische Familien an. Es wurde Geld gesammelt und man baute im Rebstöcker Weg ein Wohnhaus in eine Kirche um. Am 18.10.1819 konnte hier, in der Alten Katholischen Kirche, wieder katholischer Gottesdienst gehalten werden.

1833 wird zwischen Rödelheim und Frankfurt eine regelmäßige Postverbindung eingerichtet. Ab 1.1.1845 gibt es eine erste thurn- und taxissche Postexpedition in Rödelheim.

1838: Neubau der Synagoge.


Jüdische Synagoge (im Hintergrund) um 1920, das Haus am Mühlbach Wohnhaus des Synagogenvorstehers


Um 1860:
Das zweite Rödelheimer Schloss, Baubeginn nach dem Abriss des ersten Schlosses um 1800, wurde erst um 1860 fertig gestellt. Teilweise diente es der Grafenfamilie als Wohnsitz, teilweise wurde es vermietet. Im Krieg1870/71 und im 1. Weltkrieg wurde es als Lazarett genutzt. Nach dem 1. Weltkrieg ging es in den Besitz der Stadt Frankfurt über. Es wurde im 2.Weltkrieg durch Bomben zerstört.

1861: Eröffnung der Bahnstrecke Frankfurt - Rödelheim - Bad Homburg.


Der Rödelheimer Bahnhof

1863 hielt Lassalle in Rödelheim zwei grundlegende, programmatische Reden, sie zählen zu seinen größten agitatorischen Leistungen.

1885 erhält Rödelheim Stadtrechte. Bis zur Eingemeindung 1910 hatte Rödelheim fünf gewählte Bürgermeister: Cretschmar, Brill, Müller, Strubberg und Hedde.


Wilhelm Brill
Im Jahr 1867 wird er als Bürgermeister, Apotheker und Postexpeditor erwähnt.


Strubberg (Bürgermeister 1885 - 1903)

 

 

1889 - 1895 wird die Frankfurter Pferdebahn bis an die Rödelheimer Niddabrücke gelegt. Sie war bis 1904 in Betrieb und wurde dann durch die elektrische Straßenbahn ersetzt.

 

Die katholische St. Antonius-Kirche wird gebaut und 1895 die evangelische Cyriakuskirche umgebaut.


Die katholische Sankt Antonius-Kirche, erbaut 1893/94 während der Amtszeit von Dekan Ludwig Krohmann


alte Cyriakuskirche vor 1895 (Bau des Lutherturms)


Cyriakuskirche nach 1895


Neugotisches Denkmal für den Dekan und Landtagsabgeordneten Ludwig Thudichum (1789 - 1863), im 2. Weltkrieg zerstört


1896 werden die Torpedowerke (später Weil-Werke) durch die Rödelheimer Bürger Peter und Heinrich Weil gegründet.

1899-1900: Bau des Rödelheimer Wasserturms. Heute eines der Wahrzeichen von Rödelheim.

1904 - 1910 wird die Radiloschule eröffnet und die Körnerschule beginnt mit dem Unterricht. Davor gab es ein 1805 erbautes Schulhaus.


1904 eröffnete die Radiloschule ihre Pforten, sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut.


1907 folgte dicht daneben die Körnerschule, sie wurde ebenfalls im 2. Weltkrieg zerstört


Die nach der Zerstörung wieder aufgebaute Körnerschule


Das alte Schulhaus, Baubeginn 1805, diente als evangelisches Pfarr- und Schulhaus und von 1830 bis 1910 auch als Rathaus



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