Weltrekordzuschlag mit 9,5 Millionen Dollar in New York!

Weltrekordzuschlag mit 9,5 Millionen Dollar in New York!

Sogar im Fernsehen wurde darüber berichtet. So u.a. in der 20-Uhr-Sendung der "Tages­schau" am 18. Juni 2014. Es ging um ein geradezu sensationelles Auktionsergebnis bei Sotheby's New York am Tage zuvor.

Es betraf die berühmte und berüchtigte "One Cent British Guiana" von 1856, die seltenste und teuerste Briefmarke der Welt. Ein Unikat, einst ein Glanzstück der legendären Samm­lung von Philipp Ferrari ( 1917). Immer wieder auftauchende Zweifel an der Echtheit dieser unscheinbaren Briefmarke wurden gänzlich zerstreut durch ein Attest der renommierten Royal Philatelic Society London. Nach eingehenden Untersuchungen mit den modernsten Techniken und Methoden bestätigte sie im April 2014 ausdrücklich ein Urteil ihres eigenen Expert Commitees aus dem Jahr 1935.

 

 

Somit waren die letzten Hindernisse aus dem Wege geräumt und der Verkauf der "One Cent British Guiana" aus dem Nachlass ihres letzten Besitzers, des im Jahr 2010 verstorbenen Multimillionärs John Eleuthère du Pont, konnte erfolgen. Die Erben hatten damit die Welt­firma Sotheby's New York beauftragt, ein Auktionshaus also, das keineswegs auf Briefmar­ken spezialisiert ist, aber Weltruf für die Versteigerung von Pretiosen genießt.

Am Abend des 17. Juni 2014 war es endlich so weit. Das Startgebot lag bei 4,5 Millionen Dollar. Innerhalb weniger Minuten kletterten die Gebote auf 7,9 Millionen US-Dollar, die letztlich auch den Zuschlag bedeuteten. Somit hatte der anonym bleibende Telefonbieter inklusive eines Aufgeldes von 20 Prozent 9,48 Millionen Dollar zu bezahlen!

Kurz darauf, am 27. Juni 2014, gelangte in Genf die bedeutende Spezialsammlung "British Guiana" von John du Pont bei David Feldman zur Versteigerung, einem auf klassische Briefmarken weltweit spezialisierten Auktionshaus. Feldman teilte die Sammlung in 131 Einzellose auf, die den stolzen Gesamterlös von über 6 Millionen Euro erzielten! Für die abgebildete rund geschnittene und rund gestempelte 2-Cent-Marke von 1850 wurden 228.000 Euro bezahlt, für die achteckig geschnittene blaue 4-Cent-Marke von 1856 immerhin 180.000 Euro.

(WY)

 

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