Eine Drucksache aus Böhmen und Mähren

Gerhard Simon



Der Postbeamte von "Böhmen und Mähren" war genauso überfordert wie der heutige Betrachter dieser dekorativen Drucksache. Herr Hübner, ArGe "Protektorat Böhmen und Mähren" gab folgende aufklärende Hinweise:

  • P.T. ist die Abkürzung von "pleno titulo", eine gebräuchliche Anrede
  • Absendeort ist das ehemalige "Brandeis an der Elbe"
  • Tiskopie bedeutet "Drucksache". Der Brief ist mit 30 h portogerecht frankiert
  • Der Poststempel, zweisprachiger Bahnpoststempel, ist leider nicht zu entziffern
  • Die römische Zahl I hinter der Jahresangabe "41" weist auf Hinfahrt hin, II wäre Rückfahrt
  • Der Ort Libavské Údolí liegt gem. zweier Ortsverzeichnisse nicht in Böhmen und Mähren, vermutlich in der Slowakei. Er war dem Postbeamten daher unbekannt und Grund für die Rücksendung. Es gab eine Vielzahl von Zensurpostämtern im Protektorat, die handschriftliche Notiz "zurück deutsch schreiben" ist demnach keine Zensur im üblichen Sinne.
  • Der Firmenumschlag wirbt für eine Versicherungsbank

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